Die Farben des Verzeihens von Alexandra Mazar

Ich liebe Bücher, bei denen nicht schon auf Seite 3 die gesamte Geschichte klar und das Ende zu erkennen ist. Das hier ist so eine Geschichte.

Jedes Kapitel hat als „Überschrift“ den Auszug aus einem Gedicht. Jedes Gedicht passt perfekt auf das Kapitel. Ich habe es als emotionale Einleitung verstanden. Eine fantastische Idee.

Dieses Buch hat mich zum Mitdenken angeregt. Immer wenn ich die Handlung vor mir sah, wenn ich mir in Gedanken schon den weiteren Verlauf zurechtgelegt hatte, wurde sie auf den nächsten Seiten schon wieder in eine andere Richtung gelenkt.

Die emotionalen Ereignisse der Kindheit finden ihren Höhepunkt durch den Selbstmord des Bruders. Die Frage nach der Schuld, nach dem Verhindernkönnen, führt zu Antworten, die längst fällig, aber so nicht erwartet wurden.

Die Geschichte hat mich gefesselt, was nicht nur an der Erzählweise der Autorin, sondern auch an den Figuren mit all ihren Ecken und Kanten lag.

Keine alltägliche Lektüre, aber gerade deswegen sehr lesenswert.

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