Bye, bye Berlin…

 

Und schon ist sie wieder vorbei. Die Buch in Berlin. Schön war es wieder. Mein Wochenende (und auch die Woche davor) war zwar mit so einigen Pannen gespickt, aber das ist alles vergessen, wenn ich an die tollen Gespräche, wundervollen Begegnungen und die vielen Bücher denke. Aber der Reihe nach.

 

Freitag …

Der Tag begann eigentlich ganz toll. Ausschlafen. Wer mich kennt, weiß, ich bin kein Frühaufsteher. Aber an diesem Tag konnte ich gemütlich ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Ein Luxus, den ich immer mehr zu schätzen weiß. Und nein, das liegt nicht am zunehmenden Alter. *böse in die Runde guck* Als wüsste er, was ihn am Wochenende erwartet, hat sich mein Fuß auch ganz manierlich benommen. Es braucht schon mehr als einen Treppensturz, um mich von Büchern fernzuhalten.

Gegen Mittag hieß es dann, Berlin ich komme. Ein kleiner Zwischenstopp im Alexa brachte mir noch ein paar nette Kleinigkeiten für Weihnachten ein, und die erste Panne des Wochenendes. Ich habe meinen Koffer nicht mehr aus der Gepäckaufbewahrung bekommen. Der Schlüssel steckte fest. Nichts ging mehr. 2 freundliche Damen passten auf das Schließfach auf, während ich Hilfe holte. Der ältere Herr am Schalter der Deutschen Bahn hatte echt die Ruhe weg. Hinter mir standen noch ein paar Leute, aber er machte einfach den Schalter dicht, um mit mir zu meinem Koffer zu gehen.  Das Schloss war kaputt. Gut. Also bin ich nicht zu blöd, um eine Tür zu öffnen. Generalschlüssel. Koffer raus. Alles gut. Auf ins Hotel.

An der Rezeption im Estrel, freundlicher Empfang, wie immer. Gleich lief ich der ersten Autorin in die Arme. Torine Mattutat. (Die vielen T in ihrem Namen machen mich noch wahnsinnig. Weiß nie, wo eins hinkommt.) Einmal knuddeln. Verabredet für später. Ab aufs Zimmer. Panne die zweite. Heike kriegt die Tür nicht auf. *Kommt das nur mir bekannt vor?* Nach mehreren Versuchen und der Hilfe eines freundlichen Hotelgastes, Tür offen. Heike glücklich. Ab ins Zimmer. Dann die Nachricht, Gabi kommt nicht. Doppelbuchung. Kein Zimmer. Schön, wenn der Betreffende das kurz vor der Abfahrt erfährt. Schade. Hab mich gefreut, sie endlich persönlich kennenzulernen.  Auf den Schreck erstmal einen Kaffee. Ich kann glaubhaft versichern, der Rest des Abends blieb pannenfrei. Torine und ich haben gemütlich beim Italiener gegessen und geschnattert. Wie im letzten Jahr. Wir sollten das zur Tradition machen.

Samstag…

Nicht so gut geschlafen. Zwei Einzelbetten bin ich nicht gewöhnt. Immer wenn ich mich umgedreht habe, war da plötzlich kein Bett mehr. Panne die dritte. Am Freitag habe ich mich noch über einige Posts amüsiert, weil Ladekabel vergessen wurden. Kann ich besser. Hab mir im Vorfeld extra eine neue Power Bank zugelegt, da mein Handy etwas schwach auf dem Akku ist. Aber das Ding muss ja auch mal geladen werden. Keine Panik. Ladekabel hatte ich dabei. Aber der Stecker für die Steckdose lag noch zu Hause. Gott sei Dank konnte der nette Herr an der Rezeption mir helfen. Aber  vorher kam noch Panne die vierte. Heike kriegt die Tür nicht auf. *Ja, ja. Bitte einmal Lachen für alle.* Ich hab diese blöde Kette nicht aufgekriegt.  Nagut, es gibt nichts, was ein Kaffee nicht reparieren kann. Oder zwei, oder drei. Also auf ins Getümmel.

Bändchen und Namensschild abholen – es kann losgehen.

In diesem Jahr gab es eine neue Location. Die vom letzten Jahr ist zu klein gewesen. Immerhin ist sie die drittgrößte Buchmesse in Deutschland. Leider war es zwischen den Tischen sehr eng. Die Anordnung der Tische glich einem Labyrinth. Es waren wirklich viele Leute da. Teilweise im Rollstuhl und mit Kinderwagen. Da war an einige Stände kein rankommen.  Aber ansonsten, ein riesen großes Kompliment an die Organisation.

Leider habe ich an diesem Tag nur eine einzige Lesung geschafft und das auch nur, weil ich in dem Moment gerade ein Schwätzchen mit der Autorin und ihrer Verlegerin gehalten habe. Aber so ist das eben. War auch nicht schlimm. Ich habe wirklich viele tolle Leute getroffen. Zum Beispiel die dritte Autorin, die Heike heißt. Ich glaube, mein Mann hat wirklich Recht. Heike ist ein Sammelbegriff.

Am Abend gab es noch ein Abendessen mit den Mädels und Jungs, ja es gibt auch männliche Bücherjunkies, der Facebookgruppe „The Romantic Fantasy Box II“. Wir haben uns beim Italiener getroffen. Schön, sie mal persönlich zu sehen. Den Abend mit tollen Leuten an der Bar ausklingen lassen – kann ich.

Sonntag…

An das schmale Bett hatte ich mich jetzt anscheinend gewöhnt. Ich konnte richtig schlafen. Oder es lag an den abendlichen Getränken. Dazu verweigere ich die Aussage.

Am Sonntag wollte ich es auf der Messe ruhiger angehen lassen. Nochmal drüberschlendern. Autoren treffen. Neue Verlage kennenlernen. Beim einen oder anderen Buch mal genauer hinsehen. Ich habe sehr viel neuen Lesestoff gefunden. Neue Autoren kennengelernt. Wenn eine Autorin mir beim Kauf ihres Buches sagt, dass sie meinen Blog schon im Blick hat, hebt das die Laune erheblich. Meine Leseliste ist erheblich gewachsen. Die Liste von Autoren und Verlagen, die ich mir mal genauer ansehen möchte, natürlich auch. Und, was soll ich sagen, ich habe mir meinen ersten Gay Roman gekauft. Bin schon ganz gespannt.

Natürlich bin ich nicht ohne Bücher nach Hause gefahren. Was denkt ihr denn von mir? Obwohl ich sagen muss, mit 10 Büchern im Gepäck habe ich wohl etwas geschwächelt. Eigentlich hatte ich auch ein Auge auf das eine oder andere Reziexemplar geworfen, habe es dann aber gelassen. Jeder, der im Handel arbeitet, weiß, wie stressig gerade der Dezember ist. Da habe ich leider weniger Zeit zum Lesen und ich finde es nicht fair, wenn das Buch dann Monate hier liegt und ich nicht zum Lesen komme.

So, jetzt bin ich wieder zu Hause. Die neuen Bücher sind ordentlich im Regal bei ihren Freunden angekommen. Die Goodies sortiert. Die nächste Messe ist dann Leipzig. Drückt die Daumen, dass es klappt.

Eine lustige Sache habe ich noch für Euch. Im Zug auf der Hinfahrt habe ich mich mit einer netten Dame unterhalten. Über Bücher. Worüber sonst? Beim Umsteigen sprach mich dann eine Frau an. Sie hatte unser Gespräch gehört. Berlin. Buch. Wir kamen kurz ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass sie eine Autorin ist. Ich natürlich sofort in den Buchbloggermodus geschalten. Namen erfragt. Blog genannt. Dann stieg jeder in seinen Zug. Sie hat mich auf Facebook gefunden. Am nächsten Tag haben wir auch kurz ein paar Worte auf der Messe gewechselt. Was soll ich sagen? Sie wohnt 30 min von mir entfernt. Ihr Buch ist auf der Leseliste gelandet. Solche Zufälle gibt es manchmal.

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