Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

Verlag: Suhrkamp Verlag
Seiten: 423
ISBN: 978-3-518-42553-4

Das Marketing hat bei mir funktioniert. Der Hype um dieses Buch hat mich neugierig gemacht. Ich fand es schon fast aufregend, nicht zu wissen, wer die Autorin ist. Natürlich kenne ich nicht jeden Autor meiner gelesenen Bücher persönlich, aber wenn ich wollte, könnte ich meinen Freund Google bemühen und hätte zumindest ein Foto und eine Biographie.

Aber hier bleibt es ein Geheimnis. War das alles, was mich neugierig auf das Buch gemacht hat? Nur diese Geheimnistuerei um die Autorin? Es war auch der Klappentext und das Cover ist auch mal eine Ausnahme. Nichts Aufmerksamkeitsheischendes. Ein ruhiges, zurückhaltendes und trotzdem ansprechendes Cover.

Aber trotzdem muss ich sagen: Ich bin enttäuscht. Ich habe mehr erwartet. Bei den Lobeshymnen für die Autorin habe ich mit einer außergewöhnlichen Geschichte, mit ungewöhnlichen Protagonisten und einem tollen Lesevergnügen gerechnet.

Nach dem ersten Kapitel war ich auch noch sehr zuversichtlich und wurde dann enttäuscht. Es zog sich beim Lesen. Erst zum Ende hin kam eine gewisse Spannung auf, die mich auf die nächsten beiden Teile hoffen lässt. Durchschnittliche Charaktere, in einem durchschnittlichen Leben, die in manchen Situationen mit Worten umsich werfen, die mir ihrem Alter nicht angemessen scheinen.

Die Autorin erzählt hier eine Geschichte, bei der, meiner Meinung nach, weder die sprachliche Umsetzung, noch die Erzählweise diesen Hype verdient haben.

Mit dem Ende der Geschichte hat sie es allerdings geschafft, dass ich neugierig auf die Fortsetzung bin.

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